Beschäftigst du dich gerade mit dem Thema Ayurveda und bist dabei über den Begriff der “Doshas” gestolpert, weißt aber nicht so genau, was es damit auf sich hat? Dann ist dieser Blogbeitrag genau die Art von Info, die du jetzt brauchst. Ich zeige dir, was Doshas sind, welchen Einfluss sie auf Körper und Geist haben und wie du dieses Wissen für dich nutzen kannst.

Info zur Autorin: Dieser Beitrag wurde mit viel Hingabe von Sarah Zelzer für dich geschrieben. Wenn dir der Beitrag gefällt, kannst du unsere kostenlosen Ressourcen wie diesen Blog unterstützen, indem du den Beitrag mit deinen Freunden, Bekannten und Verwandten teilst sowie einen Kommentar ganz unten hinterlässt. Danke dir! 🧡

Doshas im Ayurveda

Wenn man sich mit dem Thema Ayurveda auseinandersetzt, stolpert man meist recht schnell über den Begriff der “Doshas”, da diese eine zentrale Rolle in der ayurvedischen Lehre spielen. Für mich war das Thema “Doshas” beim erstmaligen Einlesen unheimlich spannend und ich wollte unbedingt mehr darüber erfahren. Demnach habe ich unzählige Internetseiten durchforstet und mir teils korrekte, teils weniger vertrauenswürdige Infos rausgepickt, um mich dem Thema anzunähern. Dieses Zusammentragen an Infos möchte ich dir ein wenig erleichtern und habe deshalb die wesentlichen Infos über die Doshas im Ayurveda in diesem Blogbeitrag für dich aufbereitet. 😉

Die drei Doshas werden auch als Bioenergien bezeichnet und sind für alle biologischen Abläufe und Stoffwechselprozesse im Körper zuständig. Jedem Dosha werden zwei der fünf ayurvedischen Grundelemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther (Raum) zugeordnet und durch das Zusammenspiel dieser Elemente können typische Eigenschaften, Verhaltensweisen etc. abgeleitet werden. Demnach ist es zunächst einmal von wesentlicher Bedeutung, die eigene Dosha-Konstellation zu analysieren – es muss also herausgefunden werden, welches der drei Doshas zu welchen Teilen ausgeprägt ist. Unterschieden wird hier zwischen zwei verschiedenen Zuständen, dem Prakriti und dem Vikriti.

Prakriti und Vikriti

Jeder Mensch trägt eine individuelle Kombination der Doshas in sich, der als „Urzustand“ (Prakriti) bezeichnet wird. Durch diverse Lebensumstände sowie auch in Abhängigkeit der Jahreszeiten können überschießende Dosha-Energien zustandekommen, die diesen Urzustand ins Ungleichgewicht bringen. In einer ausführlichen Ayurveda-Diagnostik wird demnach sowohl das jeweilige Prakriti als auch das zum aktuellen Zeitpunkt gegebene Vikriti (Ist-Zustand) der Person festgestellt. Entscheidend für unsere Gesundheit ist nämlich das Vikriti, also das zum jeweiligen Zeitpunkt vorliegende Verhältnis der Doshas zueinander.

Weicht dieses Verhältnis stark von der Grundkonstitution ab, sodass sich die jeweilige Person nicht mehr im individuellen Gleichgewicht befindet, können sich in weiterer Folge (wenn nicht sowieso schon vorhanden) unangenehme Symptome bzw. sogar ausgeprägte Krankheitsbilder entwickeln. Mit einer gezielten Veränderung des Lebensstils und einer individuellen Anpassung der Ernährungsweise an die Situation ist es möglich, die vorliegenden Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität wieder zu verbessern.

Mehr Infos über die Ernährung im Ayurveda findest du auch hier.

Die drei Doshas & ihre Funktion

Das Vata-Dosha

Das Vata-Dosha vereint die Elemente Luft und Raum (Äther). Es ist im Körper für alle beweglichen, dynamischen Prozesse zuständig (Nervensystem, Anregung der Ausscheidung, Atmung, Sinneswahrnehmung, Bewegungsapparat usw.) und wird deshalb auch als Bewegungsenergie bezeichnet. In seiner Grundform steht Vata für ein hohes Maß an Kreativität, Spontanität und Lebensfreude.

Das Pitta-Dosha

Dem Pitta-Dosha werden die beiden Elemente Feuer und Wasser zugeordnet. Es steht für Verbrennung, Hitze und Abbau (Stoffwechselenergie) und ist demnach insbesondere für die Verdauung, aber auch für das Hormonsystem und den Intellekt zuständig. Eine Pitta-Ausprägung bewirkt im Urzustand ein hohes Maß an Konsequenz und Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Enthusiasmus.

Das Kapha-Dosha

Dem Kapha-Dosha werden die Elemente Erde und Wasser zugeordnet und es ist im Körper dafür zuständig, die Dinge “zusammenzuhalten” (Strukturenergie) – demnach spielt es eine große Rolle für den Aufbau von Gewebe, die Schmierung von Gelenken, aber auch für das Immun- und Lymphsystem.

Ayurveda und die drei Doshas

Dosha-Konstellation testen

Nach dem ersten Zusammentragen an Infos über die Doshas kommt meist schnell die Frage nach der eigenen Dosha-Konstellation auf. Man geht in Gedanken schon mal das ein oder andere Wehwehchen bzw. auch vielleicht größere gesundheitliche Probleme durch und ordnet gewisse Dinge einem Dosha zu (so war es zumindest bei mir 😉). Bei solchen Analysen werden aber meist sehr viele Aspekte außer Acht gelassen, was schnell zu Fehleinschätzungen und Missinterpretationen führt. Wer eine wirklich professionelle, tiefgehende Analyse der eigenen Dosha-Konstellation anstrebt, sollte dafür bestenfalls einen Ayurveda-Arzt bzw. eine Ayurveda-Ärztin konsultieren.

Wer aber seine Konstitution gerne auf eigene Faust testen möchte, kann unseren Prakriti- und Vikriti-Test für eine erste Analyse nutzen.

Quellen:
Die Ayurveda Ernährung, Kerstin Rosenberg (2020)
Ayurveda Medizin, Shive Narain Gupta (2019)
Das große Ayurveda Heilbuch, Vasant Lad (2020)

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Autorin dieses Beitrags: Sarah Zelzer

Sarah Zelzer hat nicht nur ein Studium im medizinischen Bereich absolviert, sie setzt sich auch privat sehr intensiv mit den Themen Bewegung und Ernährung auseinander. Das Körpergut-Team unterstützt sie als virtuelle Assistentin und lebt die „körpergute“ Philosophie dabei von Herzen.