In den letzten Jahren hat sich nicht nur die Wirtschaft stark verändert, sondern auch das Menschenbild. Besonders deutlich ist dieser Wandel bei der Bewegung von Kindern zu erkennen, die vor 50 Jahren noch eine ganz andere war als heute.

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Yoga mit Kindern – Gastbeitrag von Nina Moritz

Als Mama von drei Jungs habe ich mich dazu entschlossen, das Thema “Bewegung mit und für Kinder” näher zu beleuchten, da ich der Meinung bin, dass eine tägliche Bewegungseinheit Körper und Geist fördert.

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Was bedeutet Bewegung / Yoga für Kinder?

Bewegung für Kinder ist in unserer schnelllebigen Zeit ein sehr wichtiger Faktor geworden. Durch die Hektik und den Stress der Eltern bleibt die Bewegung der Kinder leider viel zu oft auf der Strecke. Die Kinder werden zum Großteil vor den Fernseher oder Computer gesetzt, damit die Erwachsenen selbst Ruhe haben. Was dabei oft vergessen wird: Kinder benötigen Bewegung für ihre Balance, um ihren eigenen Körper kennenzulernen, mit möglichen Stresssituationen besser umgehen zu können und vor allem gelassener und entspannter in den Tag starten zu können.

Aus diesem Grund möchte ich “Yoga für Kinder” zu einem größeren Thema in unserer Gesellschaft machen und zeigen, wie viele Vorteile Yoga auch für unsere Kleinsten mit sich bringt. Yoga ist ein ganzheitlicher Ansatz für Körper, Geist und Seele. Durch Yoga-, Atem- und Entspannungsübungen, aber auch Bewegungsspiele wird nicht nur die Körper-, sondern auch die Sinneswahrnehmung verbessert und gefördert. Die Muskeln werden gedehnt und gestärkt und die Konzentration wird durch Meditations- und Achtsamkeitsübungen gefördert. Indem die Kinder spielerisch in die Übungen geführt werden, werden einzelne Muskeln angespannt und wieder entspannt. Yoga lässt Kinder mutiger, stärker und sicherer auftreten. Es hilft dabei, die Koordination und die Konzentration zu steigern. Entspannungsübungen und Fantasiereisen regen zudem die Kreativität von Kindern an.

Yoga mit Kindern – Aufbau einer Kinderyoga Einheit

  • Ankommen: Kinder setzten sich im Schneidersitz auf die Matte
  • Begrüßungsritual: Namaste, Kerze anzünden, in die Stille gehen
  • Kindersonnengruß: Die Sonne geht auf, der Tag beginnt. Wir freuen uns, dass wir zusammen sind…
  • Lockerungsübungen: Spiele, Tänze…
  • Körperübungen: in verschiedenen Themen oder Geschichten verpackt
  • Atemübungen: die Kuscheltieratmung (Bauchatmung)
  • Entspannung: Fantasiereisen, Massagen, Mandala legen oder zeichnen, Körperreisen

Unterschied Bewegung Erwachsene und Kinder – Warum Bewegung wichtig ist

Im Gegensatz zu den Erwachsenen können sich bei Kindern das Skelett und die Knochen zu einer gesunden Struktur entwickeln, wenn Kinder ihre Knochen und Muskeln durch regelmäßige Bewegung belasten. Einfache Bewegungsformen wie z.B. Nachlaufen spielen oder Klettern verhelfen zu mehr Kraft und geben Stabilität.

Ein besonderes Augenmerk sollte man auch auf die Haltung legen, um mögliche Folgeschäden zu vermeiden. Gerade im Kleinkindalter bis zu 6 Jahren entwickelt sich die Wirbelsäule als Grundgerüst. Daher sollten Bewegungen wie z.B. Radfahren, Ball fangen oder ein einfaches Herumtollen in der motorischen Fähigkeit der Kinder nicht fehlen. Motorische Fähigkeiten fördern das eigene Körpergefühl sowie Koordination und Motorik.

Meiner Meinung nach wäre es daher empfehlenswert, Kindern bereits im Kindergarten bzw. in der Kinderkrippe mit solch “einfachen” Spielen die Bewegung näher zu bringen und gleichzeitig auch gesunde Ernährung mit einzubauen, z.B. in Form einer gemeinsam zubereiteten, gesunden Jause. In den Kindern verankern sich diese Aktivitäten, die für das weitere Leben oft sehr hilfreich sein können.

Unterstützende Öle im Bewegungsbereich

Um Kinder zur Bewegung anzuregen, können ätherische Öle verwendet werden. Diese können jedoch nicht nur als Bewegungsanreiz dienen, sondern auch die Stimmung oder besser gesagt eine eventuelle negative Laune erhellen. Öle können auch hilfreich sein, um die Balance zu finden oder sich selbst zur Ruhe zu bringen, was auch z.B. bei Fantasiereisen unterstützend sein kann.

Der Großteil der Kinder bevorzugt Zitrusdüfte, wie z.B. Mandarine, Zitrone, Orange, Lavendel oder Cajeput. Wichtig bei der Anwendung von ätherischen Ölen ist die Verträglichkeit und die Offenheit, Neues auszuprobieren.

Ätherische Öle sollten zu 100% SICHER sein, d.h. dass diese natürlich sind, keine Nebenwirkungen haben oder zur Entwicklung von Abhängigkeiten führen und pflanzliche Extrakte sind. Zudem sollten sie EFFEKTIV – als moderner Ansatz für Gesundheitsprobleme – und ERSCHWINGLICH sein, was heißen soll, dass wenig bereits hilft und wir uns bewusst machen dürfen, im Bereich der Gesundheit nicht zu sparen.

Für die Anwendung von ätherischen Ölen bei Kindern bevorzuge ich den Weg über den Geruchssinn sowie über die Haut. Über den Geruchssinn kann die Stimmung positiv beeinflusst werden, die Atemwege können unterstützt und Räume gereinigt werden. Hier besteht auch die Möglichkeit, mit einem Diffuser oder Raumspray zu arbeiten. Über die Haut kann eine lokale Unterstützung erfolgen. Dabei ist meine Empfehlung, ätherische Öle immer in Kombination mit einem Basisöl, z.B. Kokosöl oder Mandelöl, anzuwenden.

Nachfolgend einige Öle, die ich für die Anwendung bei und mit Kindern für geeignet halte:

Yoga mit Kindern - ätherische Öle

Vanille-Extrakt

Dieser Duft gibt Kindern Sicherheit, sie können sich beruhigen und sich in einer wohligen Atmosphäre einfinden. Vanille eignet sich auch für Kinder, die nicht Einschlafen können oder Trennungsängste haben. Hier handelt es sich jedoch um kein ätherisches Öl, sondern um einen Alkohol-Auszug aus den fermentieren Vanilleschoten.

Mandarine rot

Der frisch-süße Mandarinenduft ist bei kleinen Kindern sehr beliebt. Er sorgt für Leichtigkeit und Vertrauen und kann auch Ängste nehmen. Dieser Duft sollte jedoch niedrig dosiert werden, da die Wirkung sonst ins Gegenteil umschlagen kann und Kinder zappelig werden können. Mandarinenöl rot wir aus der Schale einer reifen Mandarine gepresst. Vorzugsweise sollte auf Bio-Qualität geachtet werden.

Orange süß

Der süß-fruchtige Duft der Orange stimmt Kinder froh und gelassen und ist ein gutes Hausmittel für Ängste. Dieses Öl wird ebenfalls aus der Schale gepresst, daher sollte auch hier wieder vorzugsweise auf Bio-Qualität geachtet werden.

Römische Kamille

Die römische Kamille ist ein süß-blumiger, etwas krautiger Duft. Er ist bei Kindern sehr beliebt und wirkt beruhigend sowie ausgleichend. Die Gewinnung erfolgt aus dem blühendem Kraut mittels Wasserdampfdestillation.

Lavendel fein

Lavendelöl ist durch seine beruhigende und ausgleichende Wirkung sehr beliebt. Es sollte aber gering dosiert werden, da eine höhere Dosierung anregend wirken kann. Das Lavendelöl wird aus blühendem Kraut mittels Wasserdampfdestillation gewonnen. Beim Kauf dieses Öls sollte darauf geachtet werden, dass es sich um echten Lavendel handelt.

Die Auswahl der ätherischen Öle sollte mit den Kindern gemeinsam getroffen werden. Für die Anwendung von z.B. Raumsprays kann es auch helfen, sich passende Affirmationen auszudenken.

Beispiel “Angst vor Ungeheuern unter dem Bett”

Eine typische Angst von Kindern ist die vor Monstern oder Ungeheuern unter dem Bett. In so einem Fall kann mit dem Kind gemeinsam ein Duft ausgesucht, von dem man glaubt, das er helfen könnte. Dann wird der sogenannte “Monsterspray” gemeinsam gemischt. Vor dem Schlafengehen kann dieses Spray in jede Ecke und unter das Bett gesprüht und ein Zauberspruch, z.B. “Das Monster in der Ecke, die mache ich zur Schnecke, das Monster unterm Bett, das ist nun weg!” dabei gesagt werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, einen Diffuser anzuwenden. Dabei werden 1-2 Tropfen des ausgewählten Öls mit Wasser in den elektrischen Diffuser gegeben und durch den Ultraschall wird das Öl im Raum verteilt.

Auch eine sanfte Massage beruhigt die Kinder. Diese kann von den Eltern durchgeführt werden, wodurch die Eltern-Kind-Bindung gestärkt wird. Auch die Kinder selbst können sich massieren. Hier wird ein Basisöl z.B. Kokos- oder Mandelöl mit 1-2 Tropfen des bevorzugten ätherischen Öls vermischt und z.b. die Füße oder der Bauch massiert.

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Ziele der Bewegungsförderung

“Bewegung ist das Tor zum Lernen. Lernen mit Gehirn, Herz und dem Körper”

Ziel der Bewegungsförderung ist, dass sich bereits im Kleinkindalter eine tägliche Bewegungseinheit als „normal“ einprägt und diese ein Fixpunkt im Tagesablauf wird. Hier wäre eine positive Entwicklung wünschenswert, da man Folgeschäden wie z.B. Fehlhaltungen vermeiden könnte.

Unter moderner Bewegungsförderung versteht man:

  • den natürlichen Bewegungsdrang zu unterstützen
  • die Motorik schulen
  • Sozialverhalten entwickeln, z.B. Hilfsbereitschaft
  • Freude an Bewegung

Jedes Kind hat seine eigene Entwicklung, daher ist es wichtig, jedes Kind individuell zu fördern. Als Ziel sehe ich, den Kindern Bewegung mit sich selbst und mit Mitmenschen zu lernen, aber auch, dass sie sich mit den räumlichen Gegebenheiten auseinandersetzen. Kinder sollten die Möglichkeit haben, den eigenen Körper kennenzulernen und vor allem Freude an der Bewegung haben. Bewegung sollte daher immer kindgerecht und erlebnisorientiert sein sowie auf freiwilliger Basis basieren.

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