Fast jeden Tag schwing ich mich aufs Fahrrad und radle los. Atme tief ein... und aus.. genieße die frische Luft und den Ausblick. Ja genau, den Ausblick. Denn es gibt so unglaublich viel zu sehen, beim Radeln. Es ist Unterhaltung pur, und das bei gleichzeitiger Bewegung und Frischluft. GRATIS!! Also fast, man muss ein Fahrrad haben und es immer wieder aufpeppeln. Aber dafür bekommt man so unglaublich viel zurück. Vor allem, wenn man Fahrrad fahren in Wien mit Öffis fahren vergleicht. Wenn ich daran denke, wie ich vor ein paar Jahren ganz selbstverständlich jeden Tag doppelt so viel Zeit gebraucht habe, um von A nach B zu kommen. Ständig genervt war, dass ich nicht unter Kontrolle hab, wann welches Verkehrsmittel kommt. Regelmäßig Fahrscheine oder Semestertickets kaufen musste, und einfach zu wenig frische Luft hatte. Denn gerade im Herbst und Winter kommen wir sowieso viel weniger raus. Warum nicht gleich auf dem Anfahrtsweg den Kopf freibekommen. Außerdem wird man abgehärtet. Denn auch bei Regen, Wind und Kälte, heißt es auf den Sattel schwingen. Und das geht! .. gut sogar! Denn gerade dann ist keiner auf den Straßen, man hat freie Fahrt und freut sich umso mehr, wenn man ankommt.

Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals nach einer Ubahn Fahrt stolz auf mich gewesen zu sein.

Aus tiefer Überzeugung kann ich sagen, dass Fahrrad fahren mein Leben ums 1000fache verbessert hat. Als ich 2009 zum Rauchen aufgehört hab war es so ähnlich. Nur, dass die Tatsache des Nicht Rauchens mittlerweile nicht mehr mein Leben aufpeppt. Es ist jetzt einfach so. Aber das Fahrrad fahren macht mich immer noch glücklich, und schenkt mir jeden Tag schöne Stunden in der Stadt.

Hommage ans Fahrrad fahren Koerpergut

Was ich gegen die klassischen Argumente gegen das Fahrrad fahren zu sagen habe?

Nummer 1: Es ist zu gefährlich.

Ja das stimmt, Fahrrad fahren kann gefährlich sein, vor allem ohne Lichter, ohne Helm und wenn man in Gedanken versunken ist. Aber das kann zu Fuß gehen auch sein. Oder zum Bus rennen. Oder ins Taxi steigen. Klar, kann man ein gewisses Risiko nicht ausschließen, denn beim Kampf gegens Auto hat der Fahrradfahrer eindeutig verloren. Aufpassen ist hier die Devise. Achtsam sein und manchmal auch aufs gute Karma hoffen. Genauso wie bei allen anderen Dingen im Leben.

Nummer 2: Ich habe kein Fahrrad.

Kauf dir eins! Bei Willhaben, Shpock & Co gibt es super gebrauchte Fahrräder ab 100€. Und wenn du das Geld gerade nicht hast, dann heißts Prioritäten setzten. Denk an die vielen Vorteile, die dir das Fahrrad fahren bringt, das Geld das du dir dadurch bei den Öffis sparst und die Mitgliedschaft fürs Fitnessstudio, die du damit ersetzt. Und notfalls gibt es überall City Bikes, die nur darauf warten, von dir gefahren zu werden!

Nummer 3: Ich ....

Da gibt es sicher noch viele Gründe, nicht Fahrrad zu fahren, aber auch umso mehr dafür.

Ich kann mich freuen, denn mir geht es heute viel besser wie früher, und ein Grund dafür ist das regelmäßige radeln!

Und die Möglichkeit dieser Freude lege ich nun in deine Hände.. Mach was draus, und radle los! 🙂